Was mir meine Gefühle sagen

Ein Seminarbericht von A. und B.

Wir sind als Ehepaar sehr gegensätzlich im Umgang mit unseren Gefühlen. Während mein Mann in Situationen die ihn ärgern eher dazu neigt, zu explodieren, bin ich die, die schluckt. Dadurch entstehen immer wieder Spannungen und deshalb hat mich dieses Seminar sehr angesprochen.

Darüber hinaus gibt es in meinem Leben eine Situation, in der sich eine tiefe Verletzung aus der Kindheit wiederholt hat. Obwohl ich seit Jahren auch mit therapeutischer Hilfe daran arbeite, habe ich sie noch nicht überwunden. Nun habe ich in diesem Seminar gehört, dass vieles, was wir als Gefühl bezeichnen ein Gedanke oder eine Bewertung ist. Damit habe ich die Möglichkeit, durch eine andere Bewertung etwas zu verändern. Das Wissen, dass ich dieser belastenden und zerstörerischen Lebenssituation nicht mehr weiterhin hilflos ausgesetzt bin, befreit und ermutigt mich sehr.

Auch wenn es mir aufgrund verschiedener Belastungen noch nicht gelungen ist, die Inhalte des Seminars über 21 Tage (die eine wesentliche Veränderung bewirken) konsequent umzusetzen, kann ich doch eine positive Wirkung für mich persönlich und auch in unserer Beziehung feststellen.

Ich kann die Erfahrungen meiner Frau mit einigen Aha-Erlebnissen ergänzen:

  • Ich bin für meine Gefühle verantwortlich.
  • Meine Bewertung einer Situation ist für meine Gefühle zuständig.
  • Meine Erfahrung aus der Vergangenheit passt in der aktuellen Situation evtl. nicht mehr
  • „Ich fühle mich nicht ernst genommen oder gar über den Tisch gezogen“ ist kein Gefühl, sondern eine Bewertung

Mir wurde an diesem Tag wieder ganz neu bewusst, dass Lachen die Stimmung positiv verändert. Obwohl es mir bisher nicht gelang, die Inhalte des Seminars ganz gezielt in den Alltag zu übertragen, stelle ich fest, dass die Aha-Effekte auch unterbewusst wirken und das ist für mich und unsere Beziehung sehr hilfreich.

 

Geschrieben von • 16 Juni 2015 • Kategorie: Seminarberichte